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Lehrgang zur/m akademischen AtempädagogIn

 
Dipl.-Päd. Norbert Faller, Lehrgangsleiter fh gesundheit akad. Ausbildung

 auf Grundlage der Middendorf-Methode
 3-semestrig, berufsbegleitend in Wien
 Leitung: Norbert Faller

AtempädagogInnen arbeiten ganzheitlich, ressourcenorientiert, fördern Gesundheit, bilden Persönlichkeit und stärken den kreativen Ausdruck.

Der berufsbegleitende Lehrgang Atempädagogik der fh gesundheit umfasst 8 Module, die in drei Semestern durchlaufen werden und 60 ECTS Credits entsprechen. Abschluss: Akademische/r AtempädagogIn

Der nächste Lehrgang wird am 31. Mai 2018 in Wien beginnen.

Die Bewerbung ist noch bis 19. März 2018 möglich:
 Bewerbung und Zugangsvoraussetzungen

 

Berufsbild

Atempädagogik unterstützt und befähigt Menschen, eigenverantwortlich und selbstbestimmt ihre Gesundheit zu pflegen und fördert somit Gesundheitskompetenz.

Deshalb ist sie in den Bereichen der Gesundheitsförderung und der Ergänzung von Krankheitsbehandlungen im Sinne einer ganzheitlichen Entwicklung von Widerstandskräften und Selbstregulationsprozessen von besonderem Nutzen.

Zudem verdeutlicht und stärkt Atempädagogik die individuellen Talente und Potenziale von Menschen und ermutigt sie, diese im beruflichen und privaten Umfeld umzusetzen. Dies gilt insbesondere auch für Menschen aus künstlerischen Bereichen, und ganz speziell für jene, bei denen der Atem eine tragende Rolle spielt wie bei SängerInnen, SchauspielerInnen und BlasinstrumentespielerInnen.

Atempädagogik wird somit vorwiegend in den vier Bereichen

  • Gesundheitsförderung,
  • komplementäre Krankheitsbehandlung,
  • Persönlichkeitsbildung und
  • Kunst

vielseitig angewendet.

Anwendungsgebiete

Atempädagogische Tätigkeit wird in Form von Einzel- und Gruppenunterricht hauptsächlich in eigener Praxis und auf Honorarbasis in Institutionen und Firmen oder im Angestelltenverhältnis in Einrichtungen des Gesundheitswesens (z. B. Gesundheitszentren, Thermen, Kurbetrieben, Kliniken, Alten- und Pflegeheimen), Bildungsinstitutionen und Hochschulen (für Gesundheit, Musik und Schauspiel) ausgeübt.

Ganzheitliche Atempädagogik hat sich mit nachhaltigem Erfolg zur Gesundheitsförderung, Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung, im Alter, im Büro, zur Entspannung, Stimmentlastung/-kräftigung, Schwangerschaftsbegleitung und Geburtsvorbereitung bewährt. Auch in Zusammenarbeit mit ÄrztInnen oder anderen VertreterInnen von Gesundheitsberufen bewirkt Atempädagogik bei Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Stress, Trauma und Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), Fehlbelastungen, Fehlhaltungen und Rückenschmerzen, chronischen Schmerzen unterschiedlicher Ursachen, hohem und niedrigem Blutdruck, Schlafstörungen, Depressionen und Ängsten deutliche Verbesserungen.

Atempädagogik lässt sich deshalb gut einbeziehen in:

  • Gesundheits-, Fitness-, Gymnastik- und Sportangebote in Krankenhäusern, Kliniken, Kurbetrieben, Thermen, Wellnesshotels, Fastenpensionen usw.
  • die Gesundheitserziehung in Betrieben, Schulen, Erwachsenenfortbildungsstätten und Volkshochschulen
  • Bewegungs-/Bewusstseinslehren (z. B. Feldenkrais, Yoga, Ismakogie)
  • Stressbewältigungsseminare, Entspannungstrainings und Meditationsseminare
  • Management-Trainings (Stressbewältigung, Entspannung, ganzheitliche Fitness, Leistungsförderung, Körperhaltung/ Körpersprache, Stimm-/Sprechtraining)
  • Schwangerschaftsbegleitung - Geburtsvorbereitung
  • die Behandlung von Atemerkrankungen/-störungen
  • Physiotherapie (z. B. in die Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates und von Schmerzsyndromen)
  • Sprech- und Stimmtherapie und -erziehung/-training
  • Psychotherapie und psychosomatische Behandlung
  • Tanztherapie, Körpertherapien (z. B. Bioenergetik), Selbsterfahrungsgruppen
  • die Betreuung von Senioren (Aktivierung, Mobilisierung und Vitalisierung)
  • die Ausbildung und die künstlerische Arbeit von Schauspielern, Musikern, Tänzern und Sängern

Ziele

Ausbildungsziel des Lehrganges zur Weiterbildung Atempädagogik ist, den AbsolventInnen umfassende Kenntnisse in Atempädagogik zu vermitteln und eine Qualifikation auf Fachhochschulniveau sicherzustellen.

Die AbsolventInnen haben umfangreiche fachlich-methodische und sozialkommunikative Kompetenzen erworben und können auf dem Hintergrund der Selbsterfahrung in Atempädagogik Menschen empathisch und fachkundig begleiten. Akademische AtempädagogInnen können einen atempädagogischen Befund (Körperbild, Atembild und Persönlichkeit) erheben und darauf aufbauend Einzel- und Gruppenunterricht in den verschiedenen Anwendungsbereichen der Atempädagogik erteilen. Sie sind dabei in der Lage, die zentralen Interventionen der Atempädagogik – Achtsamkeit, Berührung, Bewegung, Druck, Stimme, Atem und integrierendes Gespräch – in vielfältiger Weise anzuwenden. Spezifische Kenntnisse in Anatomie, Psychologie und Pathologie geben zusätzliche Sicherheit im Handeln und qualifizieren für Austausch und Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen.

Zielgruppen

Personen und TrainerInnen folgender Bereiche:

  • Gesundheitsförderung und Prävention, z. B. GesundheitstrainerInnen
  • Bewegung, z. B. Feldenkrais, Gymnastik, Qi Gong, Pilates, Tai Chi, Yoga
  • Sport, z. B. SportwissenschaftlerInnen
  • Entspannung, z. B. Autogenes Training, Funktionelle Entspannung, Progressive Muskelentspannung
  • Medizin und Therapie, z. B. ÄrztInnen, ErgotherapeutInnen, Hebammen, LogopädInnen, MasseurInnen, medizinisch-technische Fachkräfte, PhysiotherapeutInnen, PsychologInnen, (Körper-)PsychotherapeutInnen
  • Pflege, z. B. AltenbetreuerInnen, Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, PalliativpflegerInnen
  • Bildung, z. B. LehrerInnen, Vortragende, TrainerInnen/Coaches
  • Beratung, z. B. Lebens- und SozialberaterInnen
  • Kunst und Kreativität, z. B. MusikerInnen, SängerInnen, SchauspielerInnen, SprecherInnen, TänzerInnen
  • Menschen mit besonderer persönlicher Eignung (z. B. Besuch mehrerer Kurse in diesen Bereichen, viel Selbsterfahrung o.ä.)

die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestalter 22 Jahre
  • mindestens einjährige facheinschlägige (Berufs-)Erfahrung
  • lehrgangsbegleitende haupt- oder nebenberufliche Tätigkeit, in der Gelerntes angewendet werden kann
  • Besuch eines Kurses und einer Einzelstunde in Atempädagogik auf Grundlage der Middendorf-Methode (kostenpflichtig, Details siehe www.fhg-tirol.ac.at)
 

Weitere Informationen finden Sie auch:

 

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