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Für AtempädagogInnen: Atempädagogik bei Trauma Teil 1 | St. Gallen (CH)

Kalender
Fortbildungen
Datum
Fr, 25. Jan 2019 17 :00 - So, 27. Jan 2019 13 :00
Ort

Beschreibung

Atempädagogik bei Trauma Teil 1
Fortbildung für AtempädagogInnen

 

Trauma entsteht durch ein extrem belastendes und/oder lebensbedrohliches Ereignis, das Furcht, Hilflosigkeit und Entsetzen auslöst. Dabei entstehen unmittelbare natürliche Stressreaktionen wie Steigerung von Blutdruck, Herzschlag und Atemfrequenz zur Mobilisierung aller Energiereserven. Können die mobilisierten Energien nicht verbraucht werden, bleiben sie im Nervensystem gespeichert und verursachen vielfältige physische sowie psychische Störungen, die oft nicht (mehr) in Zusammenhang mit dem auslösenden Ereignis gesehen werden.

Arbeit mit dem Atem in Verbindung mit Achtsamkeit, Berührung, Bewegung und Stimme kann durch die Stimulation von Selbstregulationsprozessen und durch seinen harmonisierenden Einfluss auf das Vegetativum einen wichtigen Beitrag leisten, Trauma aufzulösen, Entspannung für Körper, Geist und Seele zu erreichen und wieder ganzheitliche Balanceherzustellen. Dies gilt umso mehr, wenn dabei ausgewählte Prinzipien aus Somatic Experiencing® SE nach Peter Levine zusätzlich genutzt werden.

In dieser Fortbildung befassen wir uns zum einen theoretisch mit Trauma und seinen Auswirkungen. Wir besprechen auch die Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Grenzen in der Arbeit am Atem bei traumatisierten Menschen. Zum anderen werden wir praktische Übungen und Behandlungsarbeit auf Grundlage der Middendorf-Methode ausführen, die mit Elementen des SE verknüpft werden und besonders helfen können:

  • das gegenwärtige Erleben zu fördern
  • alle Erfahrungsebenen – Empfindung, Sinneseindrücke und Bilder, Bewegung und Verhalten, Gefühl sowie Bedeutung – zu nutzen
  • ganzheitliche Selbstregulationsprozesse zu stimulieren
  • Ressourcen auf allen Ebenen – insbesondere im Körper und Atem – und Resilienz zu fördern
  • das Gefühl für Körpergrenzen und Sicherheit zu stärken
  • die oft entstandene Abspaltung des Körperempfindens aufzuheben 
  • das Körperempfinden als zentrale Instanz für Traumalösung zu nutzen
  • das Zusammengezogen-Sein, die Erstarrung, die festen Gelenke und die Blockierung im Atem zu lösen
  • den Fluss im Körper, im Atem und im Leben wieder herzustellen
  • den eigenen Rhythmus wiederzufinden
  • Energie/Erregung fein dosiert abzubauen durch Pendeln zwischen heilendem und Trauma-Strudel 
  • das vegetative Nervensystem zu balancieren


Teilnahmebedingungen: Ausbildung oder langjährige Erfahrung in Atempädagogik/-therapie mit Gruppen- und Behandlungsarbeit

Fortbildungszeiten: Freitag 17:00 – 20:00 Uhr, Samstag 10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr und Sonntag 10:00 – 13:00 Uhr
Fortbildungsort: Praxisgemeinschaft Silvia Wild und Doris Willi, Oberer Graben 44, 9000 St. Gallen (CH)
Fortbildungsbeitrag: 410,– CHF
Anmeldung und Information: bei Silvia Wild Telefon: +41 71 2454458, Natel: +41 79 7828466, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Teilnehmerzahl: max. 14 Personen

Anmeldeschluss ist am 21. Dezember.

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