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Für AtempädagogInnen: Atempädagogik bei Trauma (Teil 2) | Gröbenzell bei München (D) | noch 3 Plätze

Kalender
Fortbildungen
Datum
Do, 20. Jun 2019 17 :00 - Sa, 22. Jun 2019 13 :00
Ort

Beschreibung

Atempädagogik bei Trauma
Fortbildung für AtempädagogInnen (Teil 2) | noch 3 Plätze

Diese Fortbildung ist auch für KollegInnen offen, die Teil 1 nicht besucht haben. Wir werden sowohl im Übungs- als auch im Behandlungssetting vor allem mit folgenden zwei Themenbereichen arbeiten:

Verbale Begleitung
Obwohl Geist und Verhalten (Atem) sich beeinflussen, sind sie trotzdem zwei unterschiedliche Phänomene. Gedanken können nicht erkannt werden, wenn sie nicht mitgeteilt werden (Damasio 2002). Besonders bei traumatisierten Menschen ist es wichtig, sich auch verbal Informationen über deren Prozess einzuholen, um diesen gut regulieren zu können und Überwältigung zu vermeiden. Verbale Begleitung ermöglicht aber auch, unbewusste Inhalte ins Bewusstsein zu heben und Erfahrungen sowohl auszubreiten und zu vertiefen als auch zu integrieren. Ihr lernt gezielt folgende Arten verbaler Begleitung:
  • Das verbale Begleiten des Prozesses durch sogenannte Kontaktaussagen (Aussagen, die vermitteln, dass du die gegenwärtige Erfahrung des anderen Menschen verstehst) oder offene Fragen, wodurch du detaillierte Informationen über die aktuelle Befindlichkeit und den Prozess der KlientInnen erhältst. Daraufhin kannst du deine Angebote verfeinern oder verändern, Dissoziation rechtzeitig erkennen usw.
  • Das Ausbreiten von Ressourcen und positiven Erfahrungen durch das Ansprechen der verschiedenen Erfahrungsebenen (SIBAM).
  • Das Erfragen von Bedeutung z. B. bei einer Berührung: „wenn die Hände Worte hätten, was würden sie dir sagen?“ – und dann das tiefergehende Erforschen in Form von Experimenten mit sogenannten Sonden – „was passiert, wenn Du folgenden Satz hörst: „…“

Wohldosiertes Ausbreiten bzw. Entladen von Energie und Komplettieren von Reaktionen durch Arbeit an den Gelenken der Extremitäten (der Peripherie)
Die Gelenke werden in der Middendorf-Lehre als wichtige Übergänge, Verbindungen und Schlüsselstellen für Durchlässigkeit gesehen. In Somatic Experiencing werden sie als Behältnisse für Affekt und Regulatoren für die Bewegung von Energiezuständen gesehen und eröffnen sie oft Zugang zu unvollständigen Überlebensreaktionen und Selbstschutzversuchen. Ihr werdet lernen, atempädagogische Arbeitsweisen als auch SE-Zugänge unter Berücksichtigung dieser Aspekte anzuwenden und wichtige Erfahrungen wie Bewegungsfreiheit, Kohärenz und Containment zu unterstützen.

Teilnahmebedingungen: Ausbildung in Atempädagogik/-therapie mit Gruppen- und Behandlungsarbeit oder langjährige Erfahrung
Fortbildungszeiten: Donnerstag (Feiertag Fronleichnam) 17:00 – 20:00 Uhr, Freitag 10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr und Samstag 10:00 – 13:00 Uhr
Fortbildungsort: Triveni Zentrum, Breslauer Str. 15, 82194 Gröbenzell, Deutschland
Fortbildungsbeitrag: 250,–EUR (Lastminute-Preis)
Anmeldung Online mit anschließender Überweisung des entsprechenden Fortbildungsbeitrages an Norbert Faller, Verwendungszweck: Fortbildungstitel
Teilnehmerzahl: mind. 12 und max. 18 Personen
Anmeldeschluss: 9. Mai 2019
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