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Nächste Termine für Atempädagog*innen/-therapeut*innen und andere – am Atem interessierte – Berufe:

Fortbildung für Atempädagog*innen: Atempädagogik bei Trauma – Intro | Gröbenzell bei München
Datum 05.05.2023 16:00 - 07.05.2023 11:00

Beschreibung

Atempädagogik bei Trauma – Intro
Fortbildung für Atempädagoginnen bzw. Atempädagogen

Diese Fortbildung vermittelt grundlegende Kenntnisse über Trauma und die atempädagogische Arbeit mit traumatisierten Menschen, mit denen jede Atempädagogin bzw. jeder Atempädagoge vertraut sein sollte. Sie ist zudem Voraussetzung für die Teilnahme an der ab 2024 zum zweiten Mal stattfindenden, mehrteiligen Weiterbildung zum Thema und soll der Entscheidungsfindung dafür dienen.

Trauma entsteht durch ein extrem belastendes und/oder lebensbedrohliches Ereignis, das Furcht, Hilflosigkeit und Entsetzen auslöst. Dabei entstehen unmittelbare natürliche Stressreaktionen wie Steigerung von Blutdruck, Herzschlag und Atemfrequenz zur Mobilisierung aller Energiereserven. Können die mobilisierten Energien nicht verbraucht werden, bleiben sie im Nervensystem gespeichert und verursachen vielfältige physische sowie psychische Störungen. Bei traumatisierten Menschen, die das Trauma nicht aufgearbeitet haben, zeigen sich vielfach z. B.: Bereiche, die sich in einer Konstriktion befinden; Einschränkungen der Atmung bis hin zu Atemerkrankungen usw.; Kontrolle – auf geistiger und Gefühlsebene; Zurückhaltung, Abspaltung und Schwankungen von Gefühlen; fehlende Sicherheit, was sich häufig im Kontaktverhalten äußert usw.

Atempädagogische Interventionen wollen und können genau das Gegenteil ermöglichen – Weit-Werden, freien Atemfluss, Auflösen von Kontrolle, Fördern von Fluss, Fähigkeit zu Kontakt usw. Deshalb zieht Atempädagogik auch entsprechende Klient*innen an und sollten Atempädagoginnen bzw. Atempädagogen mit dem Thema vertraut sein und Möglichkeiten sowie Grenzen der atempädagogischen Arbeit mit diesem Klientel kennen. Zudem können bei traumatisierten Menschen das Wecken von Empfindungen direkt zu traumatischen Erfahrungen führen oder bewährte Übungen eine andere, nicht angenehme Wirkung hervorrufen – weitere wichtige Gründe, warum Atempädagoginnen bzw. Atempädagogen mehr über das Thema Trauma und über einen qualifizierten Umgang damit wissen sollten.

In dieser Fortbildung befassen wir uns vor allem theoretisch mit Trauma und seinen Auswirkungen und besprechen Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Grenzen in der atempädagogischen Arbeit mit traumatisierten Menschen. Zudem werden wir auch praktische Übungen auf Grundlage der Middendorf-Methode ausführen, die mit Elementen des Somatic Experiencing® SE nach Peter Levine verknüpft werden und bei der Arbeit mit traumatisierten Klient*innen besonders hilfreich sind.

Nach dieser Fortbildung verfügen Sie über ein grundlegendes Verständnis folgender Themen, können sie Ihren Klient*innen erläutern und in Ihren atempädagogischen Interventionen berücksichtigen:
  • die Definition von Trauma
  • die Unterscheidung von Schocktrauma und emotionalem Trauma
  • die Funktionen und Reaktionen des autonomen Nervensystems (ANS)
  • Polyvagal-Theorie, speziell hinsichtlich Sicherheit (Neurozeption)
  • Trauma als physiologisches Phänomen – die Überraschungsreaktionen, der Reizreaktionszyklus, die Gefahrenreaktionen
  • das Spurenlesen von Reaktionen des ANS – z. B. Zeichen von Wohlbefinden, Erregung/Aktivierung, Dissoziation und Entspannung
  • mögliche Folgen eines traumatischen Ereignisses
  • die Wechselwirkungen von Trauma und Atem
  • der Zusammenhang von Empfindung und Trauma
  • die speziellen Möglichkeiten der Atempädagogik bei der Auflösung von Trauma
  • die Grundprinzipien der middendorfschen Atemlehre, die speziell in der Arbeit mit traumatisierten Menschen hilfreich sind
  • wann und warum bei traumatisierten Menschen beste atempädagogischen Übungen nicht im eigentlichen Sinne wirken, sondern gegensätzlich bzw. nicht förderlich
  • die speziellen Haltungen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen – Einstimmung auf sich selbst/Selbstanbindung, Einstimmung auf die Klient*innen und Koregulation
  • spezielle verbale Begleitung in der Arbeit mit traumatisierten Menschen
  • die Bedeutung von Hier und Jetzt sowie Orientierung
  • die verschiedenen Erfahrungsebenen – Empfindungen, Sinneseindrücke/Bilder, Impulse/Bewegungen/Haltungen, Stimmungen/Gefühle und Bedeutungen/Erkenntnisse
  • das sogenannte „titrierte“ – langsame und wohldosierte – Arbeiten
  • verschiedene Möglichkeiten zum Stabilisieren
  • die Bedeutung von Ressourcen bei Trauma
  • das sogenannte „Pendeln“ – der Wechsel zwischen der Arbeit mit Ressourcen und Trauma
  • die Bedeutung von Grenzen bei Trauma
  • Erste Hilfe nach einem traumatischen Ereignis

Bitte bequeme Kleidung tragen und warme Socken mitbringen.

Bonus: Sie erhalten ein 50-seitiges Skriptum mit den Inhalten dieser Fortbildung.

Teilnahmebedingung: Ausbildung in Atempädagogik/-therapie mit übungszentrierter Gruppenarbeit und Einzelarbeit mit Berührung auf der Liege oder langjährige Erfahrung

Fortbildungszeiten: Freitag 16:00 – 20:00 Uhr, Samstag 9:00 – 12:00 und 15:00 – 18:00 Uhr und Sonntag 9:00 – 12:00 Uhr
Fortbildungsort: Triveni Zentrum, Breslauer Straße 15, 82194 Gröbenzell, Deutschland
Fortbildungsbeitrag: 285,– EUR (Frühbucher*in-Preis bei Anmeldung bis 14. April 260,– EUR). Kolleg*innen, die dieses Intro schon einmal besucht haben und gerne wiederholen möchten, zahlen den halben Fortbildungsbeitrag, d. h. 145,– EUR bzw. 130,– EUR.
Anmeldung: Online und den entsprechenden Fortbildungsbeitrag bitte erst am 14. April an Norbert Faller überweisen, Verwendungszweck: Fortbildungstitel.
Teilnehmerzahl: mind. 8 und max. 20 Personen
Fortbildung für Atempädagog*innen: Atempädagogik bei Trauma – Intro | Gröbenzell bei München
10.11.2023 16:00 - 12.11.2023 12:00

Beschreibung

Atempädagogik bei Trauma – Intro
Fortbildung für Atempädagoginnen bzw. Atempädagogen

Diese Fortbildung vermittelt grundlegende Kenntnisse über Trauma und die atempädagogische Arbeit mit traumatisierten Menschen, mit denen jede Atempädagogin bzw. jeder Atempädagoge vertraut sein sollte. Sie ist zudem Voraussetzung für die Teilnahme an der ab 2024 zum zweiten Mal stattfindenden, mehrteiligen Weiterbildung zum Thema und soll der Entscheidungsfindung dafür dienen.

Trauma entsteht durch ein extrem belastendes und/oder lebensbedrohliches Ereignis, das Furcht, Hilflosigkeit und Entsetzen auslöst. Dabei entstehen unmittelbare natürliche Stressreaktionen wie Steigerung von Blutdruck, Herzschlag und Atemfrequenz zur Mobilisierung aller Energiereserven. Können die mobilisierten Energien nicht verbraucht werden, bleiben sie im Nervensystem gespeichert und verursachen vielfältige physische sowie psychische Störungen. Bei traumatisierten Menschen, die das Trauma nicht aufgearbeitet haben, zeigen sich vielfach z. B.: Bereiche, die sich in einer Konstriktion befinden; Einschränkungen der Atmung bis hin zu Atemerkrankungen usw.; Kontrolle – auf geistiger und Gefühlsebene; Zurückhaltung, Abspaltung und Schwankungen von Gefühlen; fehlende Sicherheit, was sich häufig im Kontaktverhalten äußert usw.

Atempädagogische Interventionen wollen und können genau das Gegenteil ermöglichen – Weit-Werden, freien Atemfluss, Auflösen von Kontrolle, Fördern von Fluss, Fähigkeit zu Kontakt usw. Deshalb zieht Atempädagogik auch entsprechende Klient*innen an und sollten Atempädagoginnen bzw. Atempädagogen mit dem Thema vertraut sein und Möglichkeiten sowie Grenzen der atempädagogischen Arbeit mit diesem Klientel kennen. Zudem können bei traumatisierten Menschen das Wecken von Empfindungen direkt zu traumatischen Erfahrungen führen oder bewährte Übungen eine andere, nicht angenehme Wirkung hervorrufen – weitere wichtige Gründe, warum Atempädagoginnen bzw. Atempädagogen mehr über das Thema Trauma und über einen qualifizierten Umgang damit wissen sollten.

In dieser Fortbildung befassen wir uns vor allem theoretisch mit Trauma und seinen Auswirkungen und besprechen Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Grenzen in der atempädagogischen Arbeit mit traumatisierten Menschen. Zudem werden wir auch praktische Übungen auf Grundlage der Middendorf-Methode ausführen, die mit Elementen des Somatic Experiencing® SE nach Peter Levine verknüpft werden und bei der Arbeit mit traumatisierten Klient*innen besonders hilfreich sind.

Nach dieser Fortbildung verfügen Sie über ein grundlegendes Verständnis folgender Themen, können sie Ihren Klient*innen erläutern und in Ihren atempädagogischen Interventionen berücksichtigen:
  • die Definition von Trauma
  • die Unterscheidung von Schocktrauma und emotionalem Trauma
  • die Funktionen und Reaktionen des autonomen Nervensystems (ANS)
  • Polyvagal-Theorie, speziell hinsichtlich Sicherheit (Neurozeption)
  • Trauma als physiologisches Phänomen – die Überraschungsreaktionen, der Reizreaktionszyklus, die Gefahrenreaktionen
  • das Spurenlesen von Reaktionen des ANS – z. B. Zeichen von Wohlbefinden, Erregung/Aktivierung, Dissoziation und Entspannung
  • mögliche Folgen eines traumatischen Ereignisses
  • die Wechselwirkungen von Trauma und Atem
  • der Zusammenhang von Empfindung und Trauma
  • die speziellen Möglichkeiten der Atempädagogik bei der Auflösung von Trauma
  • die Grundprinzipien der middendorfschen Atemlehre, die speziell in der Arbeit mit traumatisierten Menschen hilfreich sind
  • wann und warum bei traumatisierten Menschen beste atempädagogischen Übungen nicht im eigentlichen Sinne wirken, sondern gegensätzlich bzw. nicht förderlich
  • die speziellen Haltungen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen – Einstimmung auf sich selbst/Selbstanbindung, Einstimmung auf die Klient*innen und Koregulation
  • spezielle verbale Begleitung in der Arbeit mit traumatisierten Menschen
  • die Bedeutung von Hier und Jetzt sowie Orientierung
  • die verschiedenen Erfahrungsebenen – Empfindungen, Sinneseindrücke/Bilder, Impulse/Bewegungen/Haltungen, Stimmungen/Gefühle und Bedeutungen/Erkenntnisse
  • das sogenannte „titrierte“ – langsame und wohldosierte – Arbeiten
  • verschiedene Möglichkeiten zum Stabilisieren
  • die Bedeutung von Ressourcen bei Trauma
  • das sogenannte „Pendeln“ – der Wechsel zwischen der Arbeit mit Ressourcen und Trauma
  • die Bedeutung von Grenzen bei Trauma
  • Erste Hilfe nach einem traumatischen Ereignis

Bitte bequeme Kleidung tragen und warme Socken mitbringen.

Bonus: Sie erhalten ein 50-seitiges Skriptum mit den Inhalten dieser Fortbildung.

Teilnahmebedingung: Ausbildung in Atempädagogik/-therapie mit übungszentrierter Gruppenarbeit und Einzelarbeit mit Berührung auf der Liege oder langjährige Erfahrung

Fortbildungszeiten: Freitag 16:00 – 20:00 Uhr, Samstag 9:00 – 12:00 und 15:00 – 18:00 Uhr und Sonntag 9:00 – 12:00 Uhr
Fortbildungsort: Triveni Zentrum, Breslauer Straße 15, 82194 Gröbenzell, Deutschland
Fortbildungsbeitrag: 285,– EUR (Frühbucher*in-Preis bei Anmeldung bis 22. September 260,– EUR). Kolleg*innen, die dieses Intro schon einmal besucht haben und gerne wiederholen möchten, zahlen den halben Fortbildungsbeitrag, d. h. 145,– EUR bzw. 130,– EUR.
Anmeldung: Online und den entsprechenden Fortbildungsbeitrag bitte erst am 20. Oktober an Norbert Faller überweisen, Verwendungszweck: Fortbildungstitel.
Teilnehmerzahl: mind. 8 und max. 20 Personen
 
 

Fortbildungen für Atempädagog*innen/-therapeut*innen
in Kleingruppen à drei Personen

Dieses Fortbildungsformat bietet einen vertrauensvollen Rahmen und ermöglicht selbstbestimmte Inhalte, Termine und Zeiten. Es lässt sich (speziell für auswärtige bzw. ausländische Kolleg*innen) auch mit einem selbstorganisierten Kultur- oder Freizeitprogramm in Wien kombinieren.

Die Kleingruppen bestehen optimalerweise aus drei Atempädagog*innen/-therapeut*innen, die sich entweder in Gruppenunterricht oder Einzelbehandlungen fortbilden wollen. Sie suchen sich selbst zwei weitere Atemkolleg*innen, mit denen Sie gerne solch eine Fortbildung machen möchten, besprechen im Vorhinein die Inhalte und vereinbaren einen Termin.
 
  • Bei einer Fortbildung in Gruppenunterricht bringen die Atempädagog*innen/-therapeut*innen z. B. einzelne Übungen oder ganze Übungsstunden mit, die sie besprochen und/oder im Unterrichten direkt gecoacht haben wollen. Auch können Gruppenstunden zu bestimmten Themen gemeinsam entwickelt, dann gehalten und direkt gecoacht werden.
  • Bei einer Fortbildung in Einzelbehandlungen können z. B. spezifische Interventionen (Griffe, verbale Begleitung usw.) vermittelt und/oder geübt werden oder die KollegInnen behandeln sich wechselnd und werden dabei direkt im Prozess gecoacht.
  • Bei einem ganzen Fortbildungstag kann auch z. B. der Vormittag für Gruppenunterricht und der Nachmittag für Einzelbehandlungen oder umgekehrt genutzt werden.
 
Termine: nach Vereinbarung – meist sind nur die Wochentage Dienstag, Mittwoch und Donnerstag möglich.
Zeiten: nach Vereinbarung – z. B.: 09:00 – 12:00 und 15:00 – 18:00 Uhr
Ort: Trazerberggasse 6/2B/1, 1130 Wien – eine Google Map finden Sie unter Kontakt.
Beitrag bei 3 Personen: 105,– EUR pro Person pro ½ Tag = 3 Zeitstunden, 210,– EUR pro Person pro Tag = 6 Zeitstunden
 
 

Fortbildungen für Verbände oder Gruppen

Auch für Verbände oder Gruppen von Atempädagog*innen/-therapeut*innen oder anderen Berufen bietet Norbert Faller Fortbildungen an.

Hier können die Inhalte gemeinsam vereinbart und speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt werden – siehe entsprechende Angebote in der Fortbildungsübersicht.
Kosten: in Österreich 1250,– EUR, im Ausland 1500,– EUR pro Tag / 4 Unterrichtseinheiten à 80 Minuten (zuzüglich Spesen wie Fahrtkosten und Unterkunft)
 
 

Supervision

Für Atempädagog*innen und -therapeut*innen bietet Norbert Faller Supervision an.

Einzelsupervision

Termine: nach Vereinbarung

Kosten: 100,– EUR pro Stunde

Ort: Trazerberggasse 6/2B/1, 1130 Wien – eine Google Map finden Sie unter Kontakt.

Gruppensupervision

Termine: nach Vereinbarung

Kosten: 110,– EUR pro Zeitstunde und Gruppe

Ort: Trazerberggasse 6/2B/1, 1130 Wien – eine Google Map finden Sie unter Kontakt.

 

Auch Online-Supervision oder per Zoom ist auf Anfrage und nach Vereinbarung möglich.